Potenziale in Produktion und Ressourceneinsatz
In Unternehmen fallen täglich grosse Mengen an Daten an, zum Beispiel zum Energieverbrauch, zu Produktionsprozessen, Materialflüssen oder Qualitätskennzahlen. KI kann diese Daten analysieren, Zusammenhänge erkennen und Optimierungspotenziale aufzeigen.
Der Beitrag von MME zum nachhaltigen Wirtschaften mit KI nennt verschiedene konkrete Anwendungen. So kann KI Produktionsanlagen energieeffizienter steuern, Materialverluste minimieren und fehlerhafte Teile erkennen. Mithilfe von Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung von Maschinen) lassen sich ungeplante Stillstände reduzieren und die Lebensdauer von Anlagen verlängern. Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen im Energiemanagement, in der Logistik und bei der Analyse von Lieferantendaten.
Je nach Ausgangslage können solche Anwendungen dazu beitragen, Energie- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren, Kosten zu senken oder betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten.
Mit einer konkreten Herausforderung beginnen
Nicht jede KI-Anwendung eignet sich für jedes Unternehmen. Das Schweizer KMU-Portal betont, dass stets der konkrete Mehrwert im Zentrum stehen sollte.
Für KMU empfiehlt es sich deshalb, den Einsatz nicht von der verfügbaren Technologie her zu denken, sondern mit einer konkreten betrieblichen Fragestellung: Wo entstehen hohe Energieverbräuche? Wo gehen Materialien verloren? Wo kommt es regelmässig zu Ausschuss, Qualitätsproblemen oder unnötigem Aufwand? Erst wenn diese Fragestellungen bekannt sind, sollte geprüft werden, ob KI einen sinnvollen Beitrag zur Lösung leisten kann.
Mögliche Anwendungen reichen von der Unterstützung bei Entscheidungsprozessen über Optimierungen in Produktion, Logistik und Qualitätskontrolle bis hin zur umfassenderen Prozessoptimierung. Welche Lösung geeignet ist, muss von Fall zu Fall beurteilt werden. Gerade bei komplexeren Problemstellungen gibt es häufig keine fertige Standardlösung.
Was KMU beachten sollten
KI ist kein Selbstzweck, keine fehlerfreie Technologie. Ergebnisse sollten stets kritisch geprüft werden und von Fachpersonen eingeordnet werden. Gleichzeitig setzt ein erfolgreicher Einsatz eine ausreichende Datenqualität sowie Mitarbeitende voraus, die die Möglichkeiten und Grenzen der eingesetzten Systeme verstehen. Je nach Anwendung kann zudem externe Expertise sinnvoll sein.
Auch aus Nachhaltigkeitsperspektive ist eine differenzierte Betrachtung wichtig. KI benötigt selbst Energie und Rechenleistung. Entscheidend ist deshalb, ob ihr Einsatz tatsächlich dazu beiträgt, dass Ressourcen effizienter genutzt, Prozesse verbessert oder fundiertere Entscheidungen getroffen werden können.
Fazit
KI kann KMU beim nachhaltigen Wirtschaften wirkungsvoll unterstützen, insbesondere dann, wenn sie gezielt zur Lösung konkreter betrieblicher Herausforderungen eingesetzt wird. Entscheidend ist nicht der Einsatz von KI an sich, sondern ihr nachvollziehbarer Beitrag zur Verbesserung von Prozessen, zum effizienteren Einsatz von Energie und Materialien sowie zu fundierten betrieblichen Entscheidungen.
Weiterführende Informationen
MME: Artificial Intelligence als Treiber für nachhaltiges Wirtschaften
Schweizer KMU-Portal: Wie Schweizer KMU Künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen
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