Am 24. März 2026 fand bei unserer Gastgeberin V-ZUG AG der Klima Charta Zug+ Summit 2026 statt. Zum Thema «Innovation Made in Zug» kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen, um Entwicklungen, Innovationen und Handlungsmöglichkeiten für klimaschonendes Wirtschaften zu diskutieren. Nach der Begrüssung durch Christian Wirz-Töndury und Ilonka Zapke eröffnete Christoph Kilian, CEO der V-ZUG AG, den Anlass. Er betonte die Relevanz einer Vision und Umsetzungsstrategie, der Zusammenarbeit und des unternehmerischen Engagements für eine zukunftsfähige und klimaschonende Wirtschaft.
Fachinputs mit Relevanz
Der Summit bot Orientierung zu vielfältigen Themen und unterstrich, wie eng Klimaschutz, Innovation und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit miteinander verbunden sind.
Fabian Etter, Co-Präsident von swisscleantech, zeigte, weshalb Netto-Null zunehmend zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor wird. Wer frühzeitig handelt, kann Risiken reduzieren, Chancen nutzen und das eigene Unternehmen stärken.
Andreas Bittig, vom Verein zur Dekarbonisierung der Industrie, beleuchtete die Rolle technologischer Pilotprojekte für die Dekarbonisierung. Im Fokus standen dabei die industrielle Methanpyrolyse zur Gewinnung von Wasserstoff und die Frage, wie solche komplexen Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit der Politik erfolgreich umgesetzt werden können.
Philipp Wetzel, Co-Geschäftsführer der ZUG ALLIANCE und Managing Director des AMAG Innovation & Venture Lab, gab Einblick in den Kanton Zug als Modellregion für die Energie- und Mobilitätswende. Er stellte das Konzept eines virtuellen, dezentralisierten Kraftwerks vor, das bis 2028 in die Praxis umgesetzt werden soll. In diesem Projekt werden die Erzeugung erneuerbaren Stroms mit wiederverwendeten Photovoltaikmodulen, die Verwendung netzdienlicher Batterien und die Einbindung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften zusammen gedacht.
Sebastian Wieland, Geschäftsführer der Kontron AG, zeigte, wie er mit Unterstützung der Klima Charta Zug+ in seinem Unternehmen ökologische und ökonomische Einsparpotenziale identifiziert und durch die Umsetzung der Massnahmen erfolgreich nutzt. Er machte auch deutlich, warum sich Klimaschutz wirtschaftlich lohnt und er das Engagement der Kontron AG für das Klima weiter ausbauen wird.
In der Praxis: Austausch in sechs Dialogsessions
Am Nachmittag vertieften die Teilnehmenden in sechs KMU-Dialogen zentrale Themen des klimaschonenden Wirtschaftens. Die Dialoge boten Raum für Fragen, Inspiration und persönlichen Austausch.
- Von der Klima Charta Zug+ profitieren
mit Felix Rost und Kay Hagmann: Wie Unternehmen mit der Klima Charta Zug+ ihren CO2-Fussabdruck bestimmen, vom Zuger Netzwerk profitieren und erste Schritte zur Reduktion ihrer Emissionen gehen können. - Innovationspotenzial der Kreislaufwirtschaft bei V-ZUG
mit Daniel Frost und Marc Vetterli von der V-ZUG AG: Wie die V-ZUG AG ein Geschäftsmodell implementiert, das die Kreislaufwirtschaft belebt. - Wie Ihre Energieflexibilität zum Business wird
mit Roland Schwarzentruber, WWZ AG: Welche wirtschaftlichen Potenziale Energieflexibilität bietet und wie Unternehmen zur Stabilität des Zuger und Schweizer Energiesystems beitragen können. - Doppelte Wesentlichkeit als Brücke zwischen Compliance und Markterfolg
mit Dr. Timo Heroth, Hochschule Luzern: Wie Unternehmen Nachhaltigkeit priorisieren und strategisch nutzen können. - Kreislaufwirtschaft in Zuger Bauprojekten
mit David Guthörl, Allreal Group: Wie zirkuläres Bauen in der Praxis funktioniert und warum wichtige Entscheidungen bereits in der Planungsphase getroffen werden sollten. - Biodiversität und Klimaanpassung durch ökologische Infrastruktur
mit Stefan Rey, Amt für Raum und Verkehr des Kantons Zug: Wie Unternehmen Raum ökologisch aufwerten und ihre Standorte an den Klimawandel anpassen können.
Aus der Praxis: Stimmen aus der Wirtschaft
In einer Paneldiskussion diskutierten Rahel Liechti von act Cleantech Solutions AG, Fabian Etter von swisscleantech und Andreas Bittig vom Verein zur Dekarbonisierung der Industrie darüber, warum und wie Unternehmen ihr Klima-Engagement verstärken sollten.
Ihr Fazit: Klimaschonendes Wirtschaften gelingt besonders gut, wenn Unternehmen bei komplexen Fragen nicht allein dastehen. Wer seine Emissionen senken, für regulatorische Anforderungen gewappnet sein und wirtschaftliche Chancen nutzen möchte, braucht eine klare Strategie, das nötige Fachwissen und massgeschneiderte Massnahmen. Genau in diesen Punkten unterstützt die Klima Charta Zug+ Unternehmerinnen und Unternehmer und zeigt auf, welche Schritte sie gehen können und sollten.
Danke für diesen inspirierenden Tag
Ein besonderer Dank gilt unserer Gastgeberin V-ZUG AG, den Referierenden, Panelisten und natürlich allen Teilnehmenden, die diesen inspirierenden Anlass ermöglicht haben.
Möchten auch Sie Schritte auf dem Weg zu klimaschonendem Wirtschaften gehen?
Werden Sie Teil der Klima Charta Zug+ und profitieren Sie von unserer Beratung, dem Austausch in unserem aktiven Zuger Netzwerk und weiteren Angeboten für die Wirtschaft.





















