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Veröffentlicht am: 24. April 2026

Bäckerei Hotz Rust – was hinter frischen Backwaren steckt

In Baar gehört der Duft von frischem Brot zum Alltag. In der Bäckerei Hotz Rust entstehen täglich Brote, Brötchen, feine Patisserie und Spezialitäten – sorgfältig hergestellt und mit ausgewählten Zutaten. Was Kundinnen und Kunden im Laden sehen, ist jedoch nur ein Teil davon. Hinter den frischen Backwaren steht ein Betrieb, der Qualität, Regionalität und Verantwortung bewusst zusammendenkt und kontinuierlich weiterentwickelt. Als Familienbetrieb ist die Bäckerei seit vielen Jahren fest in Baar verwurzelt. Wo immer möglich, werden Zutaten aus der Region bezogen. Das stärkt die lokale Wertschöpfung und reduziert gleichzeitig Transportwege.

 

Um den eigenen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz gezielt zu stärken, hat die Bäckerei Hotz Rust konkrete Massnahmen definiert und begonnen, diese Schritt für Schritt umzusetzen. Seit 2024 ist sie Mitglied der Klima Charta Zug+ und gehört damit zu den ersten Bäckereien im Kanton, die diesen Weg aktiv mitgehen. In Zusammenarbeit mit der Klima Charta Zug+, der kantonalen Energieeffizienzberatung und dem Netzwerk Ressourceneffizienz Schweiz wurden zentrale Handlungsfelder für eine nachhaltigere Betriebsführung erarbeitet.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ersatz der Ölheizung und Nutzung von Abwärme aus Backstube und Kühlanlagen
  • Schrittweise Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektroantrieb
  • Reduktion von Food Waste durch gezielte Produktionsplanung und Weitergabe von Überschüssen
  • Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Nachhaltigkeit im Betriebsalltag

Aktueller Stand des Projekts:

Onboarding

Beratung und Massnahmen

Umsetzung und Monitoring

Aktuelles Engagement

Nachhaltigkeit im Betrieb

Die Bäckerei Hotz Rust hat bereits verschiedene Umweltmassnahmen umgesetzt. Dazu gehören rezyklierbare Verpackungen, die Förderung von Mehrweggeschirr und eine konsequente Abfalltrennung. Auch beim Einkauf wird bewusst auf regionale Lieferanten gesetzt.

Im technischen Bereich werden insbesondere die Kälteanlagen regelmässig gewartet, um Leckagen zu vermeiden und Kältemittelverluste zu reduzieren. Dadurch wird ein effizienter und ressourcenschonender Betrieb sichergestellt.

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Energie und Infrastruktur

Im Energiebereich arbeitet die Bäckerei an mehreren konkreten Massnahmen. Ein zentrales Potenzial liegt in der Nutzung von Abwärme aus der Backstube und den Kühlanlagen, die künftig gezielt als Wärmequelle eingesetzt werden soll.

Parallel dazu sind folgende Schritte vorgesehen oder in Prüfung:

  • Nutzung der Abwärme aus Backstube und Kühlanlagen
  • Ersatz der bestehenden Ölheizung durch ein erneuerbares Heizsystem
  • Erweiterung der Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • Prüfung eines Batteriespeichers zur Erhöhung des Eigenverbrauchs

Diese Massnahmen tragen dazu bei, den Energieeinsatz langfristig effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Nachhaltige Mobilität

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Umstellung der Fahrzeugflotte. Bereits seit Anfang 2026 ist ein elektrobetriebener Lieferbus im Einsatz. Mittelfristig ist vorgesehen, auch die weiteren Fahrzeuge schrittweise zu ersetzen.

 

Zwei Ladestationen wurden installiert, die auch Mitarbeitende während der Arbeitszeit zur Verfügung gestellt werden.

Mitarbeitende und Sensibilisierung

Die Sensibilisierung der Mitarbeitenden ist ein zentrales Anliegen. Bereits heute wird intern über Nachhaltigkeit informiert und das Bewusstsein für Energieeinsparung und Abfallvermeidung geschärft.

 

Künftig soll die Kommunikation dieser Themen sowohl intern als auch gegenüber Kundinnen und Kunden weiter gestärkt werden.

Lebensmittel und Ressourcenschonung

Ein besonderer Fokus liegt auf der Reduktion von Food Waste. Die Bäckerei setzt auf gezieltes Ladenbacken und sensibilisiert das Verkaufspersonal im Umgang mit Mengen und Nachfrage.

 

Nicht verkaufte Produkte werden an Partner wie «Ässbar» weitergegeben. Ziel ist es, Lebensmittel möglichst vollständig zu nutzen und Überproduktion weiter zu reduzieren.

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Zusätzliche Potenziale

Trotz bereits umgesetzter und geplanter Massnahmen bestehen weitere Chancen, den Betrieb gezielt weiterzuentwickeln und zusätzliche Effizienzpotenziale zu erschliessen:

  • Gebäudeoptimierung: Eine energetische Analyse, beispielsweise mittels GEAK oder eVALO, kann weitere Einsparpotenziale im Betrieb aufzeigen
  • Heizungsersatz und Abwärmenutzung: Die Kombination beider Ansätze bietet die Möglichkeit, den Energieverbrauch deutlich zu senken
  • Erweiterung der Solaranlage: Eine grössere Photovoltaikanlage auf dem südseitigen Dach kann den Eigenstromanteil erhöhen und langfristig Betriebskosten reduzieren
  • Verstärkte Mobilitätsförderung: Mitarbeitende könnten, wo möglich, stärker zur Nutzung des öffentlichen Verkehrs motiviert werden
  • Sortimentsanalyse: Eine gezielte Überprüfung der Produkte hinsichtlich ihrer Umweltwirkung kann helfen, die Produktion ressourcenschonender zu gestalten
  • Kooperationen mit Lebensmittelrettern: Neben der Ässbar könnten Organisationen wie Tischlein deck dich eingebunden werden, um überschüssige Produkte noch effizienter weiterzugeben

 

Die Bäckerei Hotz Rust zeigt, dass sich nachhaltiges Wirtschaften im täglichen Betrieb konkret umsetzen lässt. Viele einzelne Massnahmen greifen ineinander und tragen dazu bei, den Betrieb langfristig weiterzuentwickeln.

 

Als Mitglied der Klima Charta Zug+ setzt die Bäckerei Hotz Rust ein klares Zeichen für verantwortungsbewusstes Unternehmertum im Kanton Zug und macht sichtbar, was hinter frischen Backwaren steckt.